Das war die Wienwoche 2024
Drei Klassen. Fünf Tage – Auch in diesem Schuljahr waren wieder alle vierten Klassen auf „Wienwoche“ in Österreichs Hauptstadt unterwegs. Anders als sonst fand diese Projektwoche schon im März statt und war durch die „Wien-Aktion“ vom Bildungsministerium auch finanziell unterstützt.
Ein lückenlos vollgepacktes Programm mit vielen Terminen verlangte den Schülerinnen und Schülern zwar viel ab. Dafür haben sie aber wirklich viel von Wien erlebt und gesehen und die Zeit voll ausgekostet. Vom zentral gelegenen Hostel am Hauptbahnhof aus bewegten wir uns nicht nur zu den „Pflichtbesuchen“ im Schloss und Tiergarten Schönbrunn, dem Stephansdom, der Ringstraße und der Hofburg. Es gab auch interessante Ziele, die nicht unbedingt zu einer Wienwoche gehören, wie das Jüdische Museum und der Flughafen, wo eine kommentierte Bustour über das Rollfeld die Jugendlichen sehr begeisterte. Natürlich durfte auch ein Shopping-Bummel auf der Mariahilfer Straße und ein Besuch des gerade wieder eröffneten Würstelpraters nicht fehlen. Das Musical „Rock Me Amadeus“ im Ronacher brachte unseren Schülerinnen und Schülern das Leben und Wirken des österreichischen Superstars Falco auf eindrucksvolle Art näher.
Außerdem wurde die multimediale Show „Vienna Time Travel“ und das Technische Museum besucht. Bei letzterem wurden die Jugendlichen durch Rallye-Fragen ebenso herausgefordert wie bei einer Rätsel-Rallye in der Innenstadt. Auch in der U-Bahn-Challenge konnten sie ihr Geschick unter Beweis stellen: In Gruppen mussten selbstständig vorher bestimmte U-Bahn-Stationen erreicht werden, was auch fast alle Gruppen schafften. Eine Klasse hatte auch einen spannenden Ausflug ins Kraftwerk Simmering. Und einen Programmpunkt bestimmten die Schüler:innen auch selbst: Das nahegelegene Döner-Restaurant „Ferhat Döner“ war allen einen Besuch wert. Hier gibt es angeblich den besten Döner der Welt.
Und um Döner geht es auch hier: Im Parlament nahm eine der Klassen nicht nur an einer Führung teil. Die Schülerinnen und Schüler durften dort sogar direkt Politik machen: In einer „Sondersitzung“ im Nationalratssaal haben sie ein Gesetz vorgeschlagen, mit dem der Preis für einen Döner bundesweit gedeckelt werden sollte. Dieser sei nämlich durch die Inflation in letzter Zeit zu sehr gestiegen. Demnach dürfe die bei vielen Jugendlichen beliebte Speise nicht mehr als 4.- € kosten. Nach einer ausführlichen Diskussion mit unserem Guide, in der auch die negativen Punkte wie die zu geringen Einnahmen für die Dönerbetriebe oder der Wettbewerbsnachteil für Würstelstände angesprochen wurden, ist das Gesetz per Abstimmung trotzdem mit einer deutlichen Mehrheit beschlossen worden. Es würde nun flächendeckend gelten, wenn diese Sitzung doch nur echt gewesen wäre.
Trotz der Intensität und des anfangs sehr regnerischen Wetters haben die Mitfahrenden das Programm meist sehr gut gelaunt mitgetragen und viel Begeisterung rückgemeldet:
„Wir waren viel unterwegs, aber das Programm war so gut, dass ich es nicht gespürt habe.“ (Aleksa)
„Es waren gute Zimmer. Am besten hat mir der Prater gefallen.“ (Irakli)
„Meine Füße taten weh und ich habe zu viel Geld ausgegeben.“ (Nathan)
„Es war super und sehr witzig.“ (Lois)
„Ich fand die Effekte im Musical sehr gut.“ (Erdem)
„Es hat mir gut gefallen. Auf der Rückfahrt war ich sehr müde.“ (Todor)
„Obwohl ich müde war und von Wien schon viel kannte, war es trotzdem sehr schön.“ (Berat)
„Gute Klassengemeinschaft!“ (Matteo)
„Es hat sehr viel Spaß gemacht, vor allem Vienna Time Travel!“ (Amina)
„Die Zimmer in der Unterkunft waren sehr schön und gemütlich. Ich habe wie ein Baby geschlafen.“ (Rebekka)
„Die Wienwoche war das Spannendste, was ich in der ganzen Schulzeit erlebt habe. Wer nicht dabei war, hat echt etwas verpasst.“ (Andjelia)